Wie resilient ist Buchholz?
Nach Sabotageakten auf die Energieinfrastruktur in Berlin haben wir nachgefragt, wie widerstandsfähig die Energieversorgung in Buchholz ist.Die jüngsten Sabotageakte auf Energieanlagen in Berlin haben gezeigt, wie verwundbar moderne Infrastrukturen sein können. Zehntausende Menschen waren bei winterlichen Temperaturen zeitweise ohne Strom und Heizung. Solche Ereignisse sind keine abstrakten Szenarien, sondern reale Störungen mit unmittelbaren Auswirkungen auf Sicherheit, Alltag und öffentliche Ordnung.
Vor diesem Hintergrund hat die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Buchholz in der Nordheide eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Ziel war eine allgemeine Einschätzung der Widerstandsfähigkeit der örtlichen Energieversorgung – ausdrücklich ohne die Offenlegung sicherheitsrelevanter Details. Es ging nicht um Alarmismus, sondern um Vorsorge und Transparenz im öffentlich vertretbaren Rahmen.
Die Verwaltung hat zur Beantwortung der Anfrage eine Stellungnahme der Stadtwerke Buchholz eingeholt. Diese bewerten die Resilienz der Energieversorgung in Buchholz insgesamt als hoch. Als wesentliche Gründe werden die dezentrale Struktur des Netzes sowie vorhandene Redundanzen genannt, die im Vergleich zu großen Ballungsräumen eine geringere Anfälligkeit für weitreichende Störungen mit sich bringen.
Technisch setzen die Stadtwerke auf redundante Netzstrukturen, automatische Überwachungs- und Umschaltsysteme sowie mobile und stationäre Notstromaggregate. Organisatorisch steht rund um die Uhr ein besetztes Störungsteam bereit, das regelmäßig geschult wird und auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet ist. Ziel ist es, insbesondere kritische Einrichtungen im Störungsfall möglichst schnell wieder zu versorgen – in der Regel innerhalb weniger Stunden.
Darüber hinaus bestehen etablierte Notfall- und Abstimmungsstrukturen zwischen Stadtwerken, Stadtverwaltung, Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Die Netzüberwachung erfolgt über eine zentral organisierte Leitstelle mit 24/7-Betrieb. Das gesamte Krisen- und Notfallmanagement ist im Technischen Sicherheitsmanagement (TSM) verankert, nach dessen anspruchsvollen Standards die Stadtwerke Ende 2025 erneut rezertifiziert wurden.
Risiken für die kritische Energieinfrastruktur werden laut Stadtwerken mindestens einmal jährlich sowie anlassbezogen bewertet. Dabei fließen aktuelle Bedrohungslagen, gesetzliche Anforderungen und Erkenntnisse aus Übungen und Audits ein. Schutz- und Notfallkonzepte werden fortlaufend angepasst und durch externe Expertise begleitet.
Aus Sicht der AfD-Fraktion zeigt die Antwort, dass das Thema Versorgungssicherheit in Buchholz ernst genommen wird. Zugleich halten wir es für richtig und notwendig, solche Fragen frühzeitig zu stellen – nicht erst dann, wenn Störungen bereits eingetreten sind. Eine stabile Energieversorgung ist eine Grundlage des täglichen Lebens und verdient politische Aufmerksamkeit, gerade in Zeiten zunehmender externer Risiken.
https://www.buchholz.de/allris/vo020?VOLFDNR=1012825
Bleiben wir in Fühlung.






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