Warum so kompliziert?

By Published On: Dezember 18th, 2025Categories: Fraktion im StadtratKommentare deaktiviert für Warum so kompliziert?Tags: ,

Es gibt zwei Sorten von Politik.

Die eine sagt: „Das läuft doch alles schon ganz gut.“
Die andere fragt: „Warum dauert es trotzdem so lange?“

Wir haben uns für die zweite entschieden.

Denn während im Rathaus von Fachverfahren, Backend, Frontend und OZG gesprochen wird, erleben Bürger und Unternehmer etwas ganz anderes:
Formulare, Nachweise, Rückfragen, Fristen, Zuständigkeiten.

Buchholz ist keine Metropole.
Und genau deshalb sollte hier Verwaltung schlank, schnell und lösungsorientiert funktionieren.

Der Unternehmer, der einfach nur bauen will

Ein Handwerksbetrieb möchte erweitern.
Ein Gastronom will umbauen.
Ein Selbstständiger wartet auf Genehmigungen.

Jeder zusätzliche Monat kostet Geld.
Jede unklare Rückmeldung kostet Nerven.
Jede unnötige Vorschrift kostet Wettbewerbsfähigkeit.

Und dann hört man:
„Wir haben doch standardisierte Software.“
„Das Onlinezugangsgesetz modernisiert das Frontend.“
„Prozessmanagement läuft.“

Mit Verlaub:
Wenn man Bürokratie digitalisiert, hat man nur schnellere Bürokratie.

Was wir brauchen, ist weniger davon.

Unser Vorschlag war denkbar einfach

Ein ständiger Arbeitskreis.
Keine Revolution. Kein Großprojekt.

Sondern ein strukturiertes, dauerhaftes Hinterfragen von Abläufen:

Wo blockieren wir uns selbst?
Wo sind Verfahren unnötig kompliziert?
Wo können wir Bürger und Wirtschaft wirklich entlasten?

Nicht einmal im Jahr.
Sondern kontinuierlich. Verbindlich. Transparent.

Mit konkreten Vorschlägen.
Mit messbaren Verbesserungen.

Die Antwort: „Das machen wir doch schon“

Wenn man das Papier liest, bekommt man fast den Eindruck, in Buchholz sei Verwaltung bereits perfekt organisiert.

Alles standardisiert.
Alles effizient.
Alles optimiert.

Und doch hören wir in Gesprächen mit Unternehmern immer wieder dasselbe:

„Es dauert.“
„Es ist kompliziert.“
„Man fühlt sich nicht als Kunde, sondern als Bittsteller.“

Bürokratie verschwindet nicht, nur weil man sie verwaltet.
Sie verschwindet nur, wenn man sie aktiv reduziert.

Es geht um Haltung

Eine Stadt, die wirtschaftlich stark sein will, muss ihren Betrieben den Rücken freihalten.
Sie darf nicht zusätzlich bremsen.

Bürokratieabbau ist kein Schlagwort für Sonntagsreden.
Er ist Standortpolitik.

Und genau deshalb wollten wir dieses Thema institutionalisieren.
Nicht als Misstrauen gegenüber der Verwaltung.
Sondern als Signal: Wir meinen es ernst.

Die entscheidende Frage

Will Buchholz sagen:

„Wir machen schon genug“?

Oder will Buchholz sagen:

„Wir wollen besser werden“?

Das ist kein Angriff auf Mitarbeiter.
Das ist eine Frage der politischen Ambition.

Wer Bürokratieabbau für „zusätzliche Bürokratie“ hält, hat das eigentliche Problem nicht verstanden.

Unser Anspruch

Eine Verwaltung, die dient.
Eine Stadt, die Unternehmer ermutigt.
Eine Politik, die nicht mit Verweis auf Zuständigkeiten zufrieden ist.

Buchholz kann das.
Aber nur, wenn man es auch wirklich will.


Quelle: https://www.buchholz.de/allris/vo020?VOLFDNR=1012828


Bleiben wir in Fühlung.

Erhalten Sie unseren Rundbrief – unentgeltlich und regelmäßig.

Hinweis: Nach dem Absenden erhalten Sie eine gesonderte E-Mail zur Bestätigung Ihres Rundbrief-Empfangs. So verhindern wir die missbräuchliche Nutzung fremder E-Mail-Adressen. Weitere Infos finden Sie hier.