Kultur, ja bitte!
Gehört die Empore noch zu Buchholz?
Als Ort der Begegnung. Als Bühne für Abende, an denen man nach Hause geht und sagt: „Das war überraschend gut.“
Und es auch so meint?
Doch Kultur existiert nicht im luftleeren Raum.
Leere Haushaltskassen lassen sich nicht wegmoderieren.
Nicht mit Charme, nicht mit Applaus – und auch nicht, wenn man sehr freundlich lächelt und das Wort „Zukunft“ besonders häufig benutzt.
Die AfD steht klar zur kulturellen Infrastruktur dieser Stadt.
Sie fordert allerdings etwas, das im Betrieb öffentlicher Einrichtungen gelegentlich als Zumutung gilt:
Ehrlichkeit, Wirtschaftlichkeit und tragfähige Konzepte.
Verantwortung heißt nicht, alles weiterlaufen zu lassen, nur weil es sich vertraut anfühlt.
Verantwortung heißt, rechtzeitig zu handeln – damit Einrichtungen nicht eines Tages aus Spargründen verschwinden, während alle überrascht tun und niemand sich erinnern kann, wie es dazu kam.
Buchholz ist eine Stadt mit Selbstbewusstsein, Engagement und Anspruch. Sie ist aber auch eine Stadt, deren finanzielle Spielräume inzwischen so eng geworden sind, dass man sie nicht mehr übersehen kann – selbst dann nicht, wenn man sehr optimistisch hinschaut.
Seit Jahren wird die Empore mit erheblichen Zuschüssen getragen. Das Defizit ist bekannt, berechnet und dokumentiert.
Es ist kein Unglück, kein Zufall, kein Wetterereignis. Es ist das Ergebnis politischer Entscheidungen – und damit auch politischer Verantwortung.
Verantwortung beginnt dort, wo Zusammenhänge offen benannt werden. Auch dann, wenn das Gespräch dadurch etwas weniger gemütlich wird und der Kaffee schneller kalt.
Die AfD-Fraktion hat im Rat deshalb eine klare Linie vertreten: Ja zur Empore. Ja zu ihrer Bedeutung für Buchholz.
Aber ebenso ein klares Nein zur dauerhaften Schönfärberei, bei der Defizite behandelt werden wie freundliche Haustiere: Man füttert sie, man streichelt sie – und hofft, dass sie irgendwann von selbst verschwinden.
Öffentliche Einrichtungen müssen sich der Frage stellen, wie tragfähig ihr Modell langfristig ist – besonders dann, wenn die Stadt selbst finanziell unter Druck steht.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um Kahlschlag oder Abwicklung. Es geht um Anpassung mit Augenmaß. Bereits früh haben wir vorgeschlagen, moderat an der Preisschraube zu drehen – sozial verträglich, ohne Ausgrenzung, ohne künstliche Hürden.
Wenige Euro pro Ticket hätten das strukturelle Defizit nahezu ausgeglichen. Das ist keine Ideologie. Das ist eine Rechnung.
Und sie funktioniert auch ohne Dramaturgie.
Ohne starke Innenstadt keine starke Empore!
Gleichzeitig gilt: Wer über Zuschüsse spricht, muss über Rahmenbedingungen sprechen.
Eine dauerhaft erfolgreiche Empore braucht eine lebendige, wirtschaftlich starke Innenstadt.
Gastronomie, Handel, Aufenthaltsqualität, Sicherheit, Frequenz – all das entscheidet mit darüber, ob Veranstaltungen getragen werden, ob Besucher bleiben, ob Umsätze entstehen.
Deshalb sieht die AfD für Buchholz eine klare wirtschaftliche Innenstadt-Offensive als zwingend notwendig.
Mehr Wirtschaftskraft bedeutet mehr Leben in der Stadt – und damit auch bessere Voraussetzungen, damit kulturelle Einrichtungen nicht dauerhaft Defizite verwalten, sondern wieder echte Pluspunkte schreiben können.
Wer Wirtschaft schwächt, schwächt am Ende auch Kultur. Beides gehört zusammen.
Buchholz braucht jetzt wirklich Klarheit!
Unsere bewusst zugespitzte Darstellung ist keine Drohkulisse. Sie ist eine Erinnerung daran, dass öffentliche Einrichtungen Pflege brauchen – und politische Entscheidungen mit Rückgrat. Die AfD in Buchholz steht für eine Politik, die Kultur schützt, indem sie sie ernst nimmt. Nicht als moralisches Feigenblatt. Sondern als Teil eines funktionierenden Gesamtsystems aus Haushalt, Wirtschaftskraft und Gemeinwohl.
Keine Illusionen, keine Beruhigungsformeln – sondern Konzepte.
Sauber gerechnet. Ehrlich kommuniziert.
Damit Kultur auch morgen noch stattfinden kann: nicht als Denkmal vergangener Versäumnisse, sondern als lebendiger Ort in einer starken Stadt.
Bleiben wir in Fühlung.

