Wo finden Buchholzer Schutz?
Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen haben wir als einzige Fraktion im Rat der Stadt Buchholz nach Schutzräumen und Zivilschutzkonzepten gefragt. Die Antwort der Verwaltung fällt ernüchternd aus.
Die sicherheitspolitische Lage in Europa hat sich spürbar verändert. Sabotage an Energieanlagen, Diskussionen über „Kriegstüchtigkeit“ und neue Bedrohungsszenarien sind längst keine theoretischen Planspiele mehr. Viele Bürgerinnen und Bürger stellen sich deshalb eine naheliegende Frage: Wie gut ist unsere Stadt auf einen Ernstfall vorbereitet?
Während auf Bundesebene Konzepte angekündigt und Strategiepapiere formuliert werden, haben wir als einzige Fraktion im Rat der Stadt Buchholz die konkrete Situation vor Ort hinterfragt. Uns ging es um eine einfache, aber zentrale Frage: Wo finden Bürger in Buchholz im Ernstfall Schutz?
In unserer Anfrage wollten wir wissen, ob es eine aktuelle Übersicht über Schutzräume oder geeignete Gebäude gibt, ob ein kommunales Zivilschutzkonzept existiert und wie die Stadt mögliche Liegenschaften bewertet. Ebenso interessierte uns, welche Planungen es gibt, um die Bevölkerung transparent zu informieren.
Die Antwort der Verwaltung verweist im Wesentlichen auf Aktivitäten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Demnach wird derzeit auf Bundes- und Landesebene ein modernes Schutzraumkonzept erarbeitet. Konkrete Schutzräume in Buchholz sind jedoch aktuell nicht benannt. Eine Bewertung geeigneter Gebäude sei erst möglich, nachdem entsprechende Objekte identifiziert wurden.
Mit anderen Worten: Es existiert derzeit keine kommunale Übersicht, kein fertiges Schutzraumverzeichnis und kein lokal abgestimmtes Informationskonzept für die Bürgerinnen und Bürger in Buchholz.
Zwar wird auf einen allgemeinen Ratgeber des BBK verwiesen, der Hinweise zur Eigenvorsorge enthält. Doch eine spezifische, auf Buchholz zugeschnittene Information liegt nicht vor. Die Verantwortung wird auf übergeordnete Ebenen verwiesen – konkrete Antworten für unsere Stadt bleiben aus.
Gerade in Zeiten, in denen auf Bundesebene über Verteidigungsfähigkeit und Resilienz gesprochen wird, erwarten viele Menschen greifbare Antworten auf lokaler Ebene. Sicherheit beginnt nicht in Pressekonferenzen, sondern mit klaren Strukturen und transparenter Kommunikation vor Ort.
Aus Sicht der AfD-Fraktion zeigt diese Antwort eine deutliche Leerstelle. Wenn Bürger fragen, wo sie im Ernstfall Schutz finden können, sollte die Kommune mehr bieten können als den Verweis auf eine bundesweite Broschüre. Es geht nicht um Panik, sondern um Vorsorge. Nicht um Alarmismus, sondern um Verantwortungsbewusstsein.
Wir halten es für notwendig, dass die Stadt Buchholz gemeinsam mit Landkreis, Feuerwehr und Katastrophenschutz zügig prüft, welche Gebäude im Ernstfall nutzbar wären und wie eine transparente Information der Bevölkerung aussehen kann. Wer Sicherheit ernst nimmt, muss auch bereit sein, konkrete Antworten zu geben.
Bleiben wir in Fühlung.






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